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Bern Freiburg Wallis Drogenhandel in Jegenstorf: 50 Jugendliche erwischt

Die Kantonspolizei Bern hat in Jegenstorf einen umfangreichen Drogenhandel aufgedeckt. Die Dealer sind Jugendliche. Ihnen wird Handel mit Ecstasy-Pillen und Marihuana vorgeworfen. Insgesamt werden sich rund 50 Jugendliche und junge Erwachsene vor der Justiz verantworten müssen.

Ein Sack voller Ecstasy-Pillen
Legende: In einem Jugendhaus in Jegenstorf wurden Ecstasy-Pillen gehandelt. Keystone/Symbolbild

Die Kantonspolizei hat in Jegenstorf einen umfangreichen Drogenhandel mehrerer Jugendlicher aufgedeckt. Ein Zimmer eines Jugendhauses der Gemeinde diente dabei als Versteck. Die Polizei stellte mehrere hundert versteckte Ecstasy-Pillen sicher. Einer der Jugendlichen soll mit rund 1000 Ecstasy-Pillen gehandelt haben.

Laut einer Mitteilung der Jugendanwaltschaft des Kantons Bern, der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland und der Kantonspolizei stehen drei 14- bis 17-Jährige im Zentrum der Ermittlungen. Sie sollen rund ein Jahr lang im Betäubungsmittelhandel tätig gewesen sein. Anfang Juli 2013 wurden sie angehalten. Sie sind laut der Mitteilung grösstenteils geständig.

Zwei weiteren Jugendlichen werfen die Ermittler vor, als direkte Vermittler und Kuriere tätig gewesen zu sein. Insgesamt werden sich rund 50 Personen - Jugendliche und junge Erwachsene aus der Region - wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz vor der Justiz verantworten müssen.

«Völlig überraschend»

Jegenstorfs Gemeindepräsident Daniel Wyrsch sagte am Freitag, die lokalen Behörden wüssten seit der Festnahme der Jugendlichen vom Fall. Dass Besucher des Gemeinde-Jugendhauses mit Drogen handelten, habe vorher niemand gewusst und sei für alle «völlig überraschend». Im Jugendhaus werde nun vermehrt kontrolliert. Für die Jugendarbeiter hat der Drogenfund keine Konsequenzen: Die Gemeinde wirft ihnen keine Pflichtverletzung vor. Auch die Jugendarbeiter hätten von nichts gewusst.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Ein Jugendhaus darf nicht ein Haus sein, wo man die Jugendlichen einfach alleine wursteln lässt. Viele Erwachsene Jugendarbeiter machen sich so das Leben viel zu einfach. Hier müssten die Jugendlichen mit sehr viel Gefühl geführt werden. Aber wenn Sozialarbeiter und auch Lehrer die Legalisierung der Drogen befürworten müssen Eltern und Gemeinde sehr gut hinschauen. Die meisten Sozialarbeiter sollten zuerst einmal ins Ausland (z.B. USA) gehen müssen,um zu lernen, wie man mit Jugendlichen umgeht.
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    1. Antwort von Alois Wutz, Gerlafingen
      Keine gute Idee, die Sozialarbeiter in die USA zu schicken, dort herrschen in Sachen Umgang mit Jugendlichen keine vorbildlichen Zustände. NB Ecstasy herzustellen ist ein Kinderspiel, jeder Chemiestudent kann das mit links. Das Problem sind heute die Eltern, welche die Erziehung den Schulen und Sozialarbeitern überlassen (Bequemlichkeit/Ueberforderung).
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