Durchgangszentrum in Riggisberg bereits zu einem Drittel belegt

Vor einem Monat entschied der Gemeinderat von Riggisberg, die Zivilschutzanlage für eine Asylunterkunft zur Verfügung zu stellen. Bereits leben über 50 Asylsuchende hier. Der Gemeinderat unternimmt viel, um der Bevölkerung die Angst zu nehmen.

Ein Geschirrset steht für Asylsuchende bereit.

Bildlegende: Der Tag der offenen Tür soll Anwohnern zeigen, wie Asylsuchende im Zentrum leben. SRF

Vor einer Woche wurde das neue Asylzentrum in Riggisberg eröffnet. Der Entscheid, die Zivilschutzanlage dem Kanton zur Verfügung zu stellen, kam vom Gemeinderat. Gemeindepräsidentin Christine Bär ist überzeugt, dass das Durchgangszentrum zu einer Bereicherung für das Dorf werden kann.

Aber es kamen auch kritische Stimmen aus dem Dorf. Um diese zu entschärfen, haben die Verantwortlichen am Mittwoch einen Tag der offenen Tür organisiert. «Die Bevölkerung soll sich so ein eigenes Bild vom neuen Zentrum machen», sagt Christine Bär.

Iris Riva, Leiterin des kantonalen Migrationsdiensts, lobte die Solidarität der Behörden in Riggisberg. Allerdings sei das neue Asylzentrum ein Tropfen auf den heissen Stein. Jede Woche werden dem Kanton Bern 80 neue Asylsuchende zugewiesen. Insgesamt befanden sich Ende Juli 3089 Personen im Kanton im Asylverfahren.