Ehrendamen am «Eidgenössischen» müssen mehr als schön sein

Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf von Ende August werden pro Tag mehr als 100'000 Zuschauer erwartet. Mitten drin und im Scheinwerferlicht stehen auch die Ehrendamen. Sie lernen nicht nur, wie man richtig repräsentiert sondern auch, wie man sich im Notfall verhält.

Eine Torte im Kurslokal.

Bildlegende: Der Klassiker: Ein Politiker soll mit einer Torte beworfen werden. Eine der Übungen am Sicherheitskurs der Ehrendamen. SRF

In die Arena des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests in Burgdorf passen 50'000 Zuschauer. Noch einmal so viele Besucher werden auf dem 70 Hektaren grossen Gelände erwartet. Pro Tag. Somit ist das «Eidgenössische» von Ende August das grösste Volksfest der Schweiz.

Von lästigen Fans und Betrunkenen

Wegen der riesigen Menschenmasse steht die Sicherheit im Zentrum. «Die Helfer sind für die Abteilung Sicherheit sehr wichtig», sagt Andreas Hosner, «denn sie sind an vorderster Front mit dabei und übermitteln uns ihr Wissen in die Einsatzzentrale.»

Deshalb wurden die 25 Ehrendamen in einen speziellen Sicherheitskurs geschickt. Hier lernten sie zum Beispiel, was zu tun ist, wenn ein Festbesucher den Bundespräsidenten anpöbelt oder ein Fan der Regierungsrätin lästig wird. Sie wurden auch für medizinische Notfälle geschult und lernten, richtig zu alarmieren.

Eine Ehrendame in Berner Tracht muss am «Eidgenössischen» also mehr sein als «nur» schön.

Es gilt ernst

Das Gelernte können die Ehrendamen nicht mehr üben. «Das Fest ist zu gross, um die Organisation auf Herz und Niere zu prüfen», sagt Andreas Hosner, «wir starten Ende August direkt in den Ernstfall.»