Ein bedeutendes Herbarium für das Naturmuseum in Sitten

Der Botaniker Egidio Anchisi hat sein Herbarium dem Naturmuseum Wallis in Sitten vermacht. Die 5000 Planzen sind zwei Tage zu sehen, dann verschwinden sie im Archiv.

Der Botaniker Egidio Anchisi zeigt eine gepresste Pflanze mit Blättern und Blüten.

Bildlegende: Der Botaniker Egidio Anchisi mit einer Pflanze, die er auf der Belalp gesammelt hat. SRF

50 Jahre lang hat der Botaniker und frühere Gärtner Egidio Anchisi in den Wallliser Alpen Pflanzen gesammelt, getrockent und registiert. Viele der 5000 Pflanzen habe er im Wallis als erster registriert und lokalisiert, sagt Egidio Anchisi. Einige davon habe man bisher auch nur im Wallis feststellen können.

Der heute 87-jährige Egidio Anchisi arbeitete als Landschaftsgärtner und sammelte aus Leidenschaft in seiner Freizeit Pflanzen vor allem im Walliser Entremont, aber auch in den anderen Seitentälern der Rhone. Für seine Arbeit bekam er 1994 den Walliser Kulturpreis.

Sammlung von grosser Bedeutung

Sonja Gerber vom Naturmuseum Wallis in Sitten bezeichnet diese Sammlung als wertvoll: «Sie enthält nicht nur seltene Stücke vor allem aus dem hochalpinen Raum, die Belegstücke sind auch sehr gut erhalten und genau beschriftet.»

Die eigene Sammlung des Museums werde damit um sieben Prozent erweitert - auf 70 000 Pflanzen.

Im Museum in Sitten kann diese Sammlung jetzt für wissenschaftliche Studien genutzt werden. In den Ausstellungsräumen ist sie allerdings nur an zwei Tagen zu sehen.

Naturmuseum Wallis in Sitten