Ein Buskers-Abend will geplant sein

Zum 10. Mal wird die Berner Altstadt zur Bühne für Strassenmusiker. Das Buskers hat sich seit 2004 zum Fixpunkt in der Bundesstadt entwickelt, das mittlerweile über 70'000 Leute anlockt. Wer seine Lieblingskünstler sehen will, muss planen.

Buskers-Organisatorin Lisette Wyss vor dem Berner Münster

Bildlegende: Buskers-Organisatorin Lisette Wyss vor dem Berner Münster SRF

Drei Tage lang verwandelt sich die Berner Altstadt in eine grosse Bühne. 40 Gruppen treten auf. Zum Jubiläum setzen die Veranstalter zu einem grossen Teil auf Formationen, die bereits beim Buskers aufgetreten sind.

Das Berner Strassenmusikfestival hat eine rasante Entwicklung hinter sich. 2004 starteten die beiden Schwestern Lisette und Christine Wyss mit einem Budget von 150'000 Franken, heute beträgt das Budget eine halbe Million Franken. Auch das Publikum ist stark gewachsen. Vor 10 Jahren schauten rund 25'000 Leute den Strassenkünstlern zu. Heute strömen drei Mal mehr Leute in die Berner Altstadt.

Wer von den Strassenmusikern und den anderen Artisten etwas sehen will, muss gut planen oder spitze Ellbogen haben. Das stört Co-Organisatorin Lisette Wyss nicht - im Gegenteil: «Im Handy-Zeitalter ist es schön, wenn sich die Leute für etwas entscheiden müssen und nicht bis zuletzt alles offen lassen können», sagt sie im Gespräch mit dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Der Spontaneität sei dies auf jeden Fall nicht abträglich.