Ein «Coup» für das Kunstmuseum Bern

Die über 100 Werke der Winterthurer Hahnloser/Jaeggli Stiftung werden ab August 2017 als Leihgaben im Kunstmuseum Bern zu sehen sein. Darunter sind berühmte Gemälde wie «Der Sämann» von Vincent van Gogh, aber auch Werke von Ferdinand Hodler, Félix Vallotton oder Giovanni Giacometti.

«Hochkarätige Werke» seien in dieser Sammlung, sagt Nina Zimmer, die Direktorin von Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee. «Das ist ein regelrechter Coup für das Kunstmuseum Bern.» Die Sammlung werde auf ganz neuem Niveau neu aufgebaut werden können.

Das Gemälde mit einem Sämann auf einem gelben Feld

Bildlegende: Der Sämann (Le semeur) von Vincent van Gogh (1888) gehört zur Sammlung der Hahnloser/Jaeggli Stiftung aus Winterthur. zvg (Foto Reto Pedrini, Zürich)

Von einem Glücksfall sprach an einer Medienkonferenz in Bern auch der Präsident der Hahnloser/Jaeggli-Stiftung, Beat Denzler. Mit dem Vertrag sei sichergestellt, dass die Werke aus der Winterthurer Villa Flora nicht in einem Depot verschwinden.

Die Villa Flora ist das ehemalige Wohnhaus des Sammlerehepaars Hedy und Arthur Hahnloser-Bühler. Im Frühling 2014 musste die Villa Flora den Museumsbetrieb aus finanziellen Gründen einstellen, nachdem die Stadt Winterthur 2013 ein Projekt für den Umbau und die Erweiterung des Museums aus Spargründen auf Eis gelegt hatte.

Auf Europatournee

Die Kunstwerke der Sammlung befinden sich seither auf einer Tournee durch Europa. Derzeit sind sie in Halle zu sehen. Letzte Station der Tournee ist die Staatsgalerie in Stuttgart. Danach werden die Bilder in die Schweiz zurückkehren, aber nicht nach Winterthur, sondern nach Bern.

Der Vertrag sieht eine langfristige Leihgabe vor: 15 Jahre sind vorgesehen, eine Verlängerung möglich. Abgemacht ist aber auch eine Rückzugsklausel für den Fall, dass die Villa Flora eines Tages wieder den Museumsbetrieb aufnehmen sollte.

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