«Ein Festival wie gemacht für Biel»

Das Festival du Film français feiert seinen 10. Geburtstag. Während fünf Tagen werden rund 50 Spielfilme gezeigt. Dank deutschen Untertiteln will das Filmfestival auch ein deutschsprachiges Publikum ansprechen. Und dies mit Erfolg: Die Hälfte der Besucher kommt aus der Deutschschweiz.

Christian Kellenberger freut sich sehr darauf, die zehnte Ausgabe des Festival du Film français d'Hélvetie FFFH in Biel zu eröffnen. «Hätte man mir 2005 gesagt, dass wir einmal ein zehnjähriges Jubiläum feiern werden, hätte ich dies sofort unterschrieben», sagt der Direktor des Filmfestivals.

Unterdessen habe das Festival seinen Platz gefunden und stehe auch wirtschaftlich gut da, sagt Kellenberger im Gespräch mit Radio SRF. Im Gegensatz zu anderen Festivals könne das FFFH 90 Prozent der Kosten selber decken. Das Budget ist von gut 400'000 auf knapp zwei Millionen Franken angewachsen. Bei dieser Entwicklung konnten auch die Besucherzahlen mithalten: Sie stiegen von knapp 3000 auf 12'500. In diesem Jahr werden rund 15'000 Filmfreunde erwartet.

Erstmals ein Bieler Spielfilm

Am diesjährigen FFFH wird auch das Spielfilmdebüt des Bieler Regisseurs Laurent Wyss gezeigt. Dies sei wichtig für das Festival, sagt Christian Kellenberger. «Wir müssen schauen, was die Region macht und müssen das hiesige Filmschaffen fördern.» Es wäre schlecht wenn man nur Filme zeigen würde, die in Cannes oder Venedig laufen.

Das Festival du Film français legt viel Wert auf die Zweisprachigkeit. «Biel ist prädestiniert für das Festival», sagt Festivaldirektor Kellenberger. Die Filme sind deutsch untertitelt und auch bei Podiumsgesprächen wird eine Simultanübersetzung angeboten. Diese Bemühungen zahlen sich aus: Rund die Hälfte der Besucher kommt aus der Deutschschweiz. So gesehen habe das Festival den Röstigraben überschritten.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr

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