Ein Jahr Poyabrücke: Der Kampf gegen den «neuen» Verkehr

Die neue Saaneüberquerung in Freiburg hat ihr Hauptziel erreicht: das historische Burgquartier rund um die Kathedrale vom Verkehr zu entlasten. Dieser sucht sich nun aber neue Wege – vor allem durch das Jura-Quartier. Nun reagiert die Stadt.

Im Vordergrund die Brücke, im Hintergrund die Kathedrale.

Bildlegende: Die Kathedrale (Hintergrund) ist zwar vom Verkehr befreit – dieser sucht sich nun aber andere Wege durch die Stadt. SRF

Täglich fahren rund 9000 Autos an der Poya-Kaserne vorbei und über die General-Guisan-Allee ins Stadtzentrum Das sind 45 Prozent mehr als noch vor der Eröffnung der Poyabrücke, zu viel für den Gemeinderat.

Die Stadtregierung hat bereits bei der Eröffnung der Poyabrücke im Oktober 2014 Begleitmassnahmen ergriffen, um die General-Guisan-Allee zu entlasten, die jedoch kaum wirksam waren. Nun kommt ein neues Büschel Massnahmen dazu:

  • Die General-Guisan-Allee wird an gewissen Stellen verengt.
  • Die Ste-Agnès-Strasse wird zu Stosszeiten mit einem Poller gesperrt.
  • Die Ampeln von und zu der General-Guisan-Allee bleiben länger rot.

Nächsten Frühling werden diese Massnahmen umgesetzt. Gemeinderat Thierry Steiert hofft vor allem auf ein Umdenken in der Bevölkerung: «Heute nehmen immer noch viele das Auto, um einen Kilometer zu fahren. Das ist nicht mehr zeitgemäss.»

Für ein Umsteigen auf den ÖV brauche es aber auch eine höhere Frequenz der S-Bahn zwischen Freiburg-Poya und dem Hauptbahnhof, fordert Steiert.