Ein Jahr vor den Berner Wahlen: der Jurasitz ist umkämpft

Mit dem Gewinn des garantierten Sitzes für den Berner Jura wollen SVP, BDP und FDP die Regierungsmehrheit zurückgewinnen. SP und Grüne verteidigen sich voraussichtlich mit allen vier Bisherigen.

Die Berner Regierung macht sich für das Regierungsfoto bereit

Bildlegende: Wer darf sich auch nächstes Jahr zum offiziellen Regierungsfoto aufstellen? Die Wähler entscheiden in einem Jahr. Keystone

Manfred Bühler solls richten: Der junge SVP-Grossrat aus dem Berner Jura soll den Sitz von Philippe Perrenoud (SP) erobern und so den Bürgerlichen im Kanton Bern wieder die Mehrheit in der Regierung bringen. Bühler wird von der SVP-Spitze vorgeschlagen und muss von der Basis noch bestätigt werden.

Ausser ihm treten Polizeidirektor Hansjürg Käser (FDP) und Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP) erneut an. Dasselbe wird auch von Christoph Neuhaus (SVP) erwartet.

Links: Noch keine Kandidaturen

Auf der rotgrünen Seite hat noch niemand seine definitive Kandidatur angekündigt. Ziemlich sicher stehen aber Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher (SP), Philippe Perrenoud (SP) und Bernhard Pulver (Grüne) wieder zur Verfügung.

Bei Verkehrsdirektorin Barbara Egger (SP) ist der Entscheid schwieriger, bei ihr geht es um eine mögliche vierte Amtszeit.

Dank dem Schulterschluss der Bürgerlichen stehen sich wieder zwei ähnlich starke Blöcke gegenüber. Dies macht die Ausgangslage spannend. Wer den garantierten Sitz für den Berner Jura erobern kann, gewinnt voraussichtlich die Wahlen vom 30. März 2014.

Ein Sitz für den Berner Jura

Die Verfassung des Kantons Bern garantiert dem Berner Jura einen Sitz in der Regierung. Und so wird gemäss Wahlreglement gerechnet: «Die Stimmen der einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten werden für den Berner Jura und den Gesamtkanton getrennt ermittelt und miteinander multipliziert. Aus dem Ergebnis der Multiplikation wird die Wurzel gezogen.»