Ein Unternehmen mit Zukunft: Die Sozialfirma Gadplus in Biel

Vor knapp drei Jahren wurde die Sozialfirma Gadplus in Biel als Pilotprojekt gestartet. Die Firma hat zum Ziel, langzeitarbeitslose Bezügerinnen und Bezüger von Sozialhilfe dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Seit kurzem ist klar: das Unternehmen kann definitiv weitergeführt werden.

In der Abteilung "Post" der Sozialfirma gadPLUS AG in Biel stehen viele Kartonschachteln herum. Auffallend ist eine rote Telefonkabine, wie man sie aus England kennt. Sie steht inmitten des Schachtelbergs.

Bildlegende: Die Sozialfirma Gadplus in Biel beschäftigt langzeitarbeitlose Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger. Bettina Studer/srf

Seit fast drei Jahren ist die Sozialfirma Gadplus in Biel in der Pilotphase. Nun hat die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern entschieden, das Projekt ab 2016 definitiv weiterzuführen.

Er sei erleichtert über diesen Entscheid, sagt Paul Schütz, stellvertretender Betriebsleiter der Gadplus. Nach der anstrengenden Aufbauphase habe die Firma inzwischen bewiesen, dass sie Aufträge zur vollen Zufriedenheit ihrer Kunden ausführe. Es sei schön, die begonnene Arbeit weiterführen zu können.

Die Aktiengesellschaft bietet rund 120 Arbeitsplätze für Sozialhilfebezügerinnen und –bezüger. Laut Paul Schütz werden bei der Sozialfirma die beruflichen Fähigkeiten der Angestellten aktiviert und gesteigert. Dadurch steigen die Chancen auf einen Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt.

«  Hier können die Leute wieder zeigen, was sie können. »

Paul Schütz
Stellvertretender Betriebsleiter Gadplus

Zwar gelinge eine Vermittlung nicht in jedem Fall, so Schütz. Erfolgsgeschichten gebe es aber einige: So habe ein Angestellter selbst im Alter von 62 Jahren noch einen Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt gefunden.

Aufgrund des Erfolgs der Gadplus prüft die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern nun den Ausbau der Sozialfirma an einem anderen Standort. Wo genau, ist noch unklar. Durch den Ausbau würden mehr Arbeitsplätze geschafft. Derzeit warten rund 60 Sozialhilfebezügerinnen und –bezüger auf eine freiwerdende Stelle bei Gadplus.