Eine Berner Abfallzeitalter geht zu Ende

Bern professionalisiert die Berner Entsorgungshöfe und schliesst die kleinen Sammelstellen im Quartier. Auch der legendäre Hof beim Egelsee geht am Samstag zu.

Alte Matratzen, ausrangierte Computer, gelesene Zeitungen: Seit 24 Jahren können Bernerinnen und Berner aus der Stadt und der Agglomeration ihren Abfall beim Entsorgungshof beim Egelsee in Bern entsorgen. Francis Wittwer nimmt seit der Eröffnung den Abfall entgegen.

«Früher war ich alleine, heute wäre das unmöglich», sagt er. Die Abfallmenge habe enorm zugenommen. «Früher behielten die Leute ihre Möbel ein Leben lang, heute nur für ein paar Jahre.»

13 Tonnen an einem Tag

Vor allem an den Samstagen läuft viel – 13 Tonnen Abfall oder mehr kommen zusammen. Für die Entsorgung des brennbaren Abfalls müssen die Leute bezahlen. Die Mitarbeiter schätzen jeweils die Menge. «Das ist schon ein bisschen Handgelenk mal Pi», räumt Francis Wittwer ein.

In den neuen Entsorgungshöfen der Stadt wird der Abfall neu gewogen. «Das ist fairer», sagt der Leiter der Entsorgungshöfe. Christian Jordi betont auch, dass viele Transporte zwischen den verschiedenen Entsorgungshöfen wegfallen. «So wird die Abfallentsorgung umweltfreundlicher.»

Neues Konzept

Die Stadt Bern hat neu nur noch zwei Entsorgungshöfe statt bisher vier. Der modernisierte Entsorgungshof Fellerstrasse ist schon seit Februar 2014 in Betrieb. Ab nächster Woche steht auch der Entsorgungshof Schermen im Osten der Stadt der Bevölkerung zur Verfügung.