Eine Oberwalliserin in der Freiburger Stadtregierung

Andrea Burgener Woeffray sitzt neu für die SP im Freiburger Gemeinderat. Aufgewachsen ist die 59-jährige in Visp. In einer Familie, in der Politik eine wichtige Rolle spielt.

Andrea Burgener Woeffray mit zwei Studenten.

Bildlegende: Hier noch Hochschuldozentin, bald in der Freiburger Stadtregierung: Andrea Burgener Woeffray. Patrick Mülhauser/SRF

Schon als Kind wurde Andrea Burgener Woeffray mit dem Politvirus infiziert. Ihr Vater war Walliser CVP-Grossrat, ihr Bruder Thomas Burgener war für die Walliser SP als Staatsrat aktiv. «Ich wusste, was eine Motion ist, bevor ich Skifahren konnte. Und das im Wallis.»

«  Ich wusste, was eine Motion ist, bevor ich Skifahren konnte. »

Andrea Burgener Woeffrey
Gemeinderätin Stadt Freiburg

Dass sie und ihr Bruder Thomas zur SP gingen, musste der Vater akzeptieren. Er habe stets gewollt, dass sich seine Kinder engagieren. «Was die SP angeht, da musste er halt in die saure Zitrone beissen.» Als einziges Mädchen mit vier Brüdern lernte sie sehr schnell, sich durchzusetzen. Sie habe meist gut verhandelt. «Wenn ich Schlittschuhlaufen gehen wollte, musste ein Bruder mein Ämtli im Haushalt übernehmen.»

«  Mein Alter ist kein Hindernis, nochmals eine gute Stelle anzutreten. »

Andrea Burgener Woeffrey
Gemeinderätin Stadt Freiburg

Die 59-jährige Andrea Burgener Woeffray studierte Heilpädagogik und war viele Jahre Dozentin an der Universität Freiburg. Auch politisch ist sie seit Jahren in Freiburg aktiv. Sie sass 15 Jahre im Stadtparlament und fast zehn Jahre im Grossrat. Nun also folgt mit dem Gemeinderatsmandat die politische Krönung zum Abschluss. «Mein Alter ist kein Hindernis, nochmals eine gute Stelle anzutreten.» Die gebürtige Oberwalliserin will im französischsprachigen Freiburg auch für die Zweisprachigkeit einstehen. «Ich werde in jeder Sitzung des Stadtparlamentes auch Deutsch sprechen.»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)