Eklat in der grössten Walliser Partei: CVP-Präsident Rothen geht

Am Dienstagabend entlud sich über der CVP Unterwallis ein Gewitter: Nach einem Misstrauensvotum tritt der Präsident der grössten Walliser Partei, Michel Rothen, zurück.

Die CVP Unterwallis, die stärkste Partei im Kanton, steht seit Dienstagabend ohne Präsident da. Michel Rothen hat nach einem Misstrauensantrag des Parteivorstands sein Amt zur Verfügung gestellt. Mit ihm geht auch die Parteisekretärin Carole Furrer. Die Partei wird bis zur Wahl eines neuen Präsidenten durch Vizepräsident Serge Metrailler geleitet.

Michel Rothen hat seinen Entscheid auf Anfrage damit begründet, dass ihm der rechte Flügel des Parteivorstands bereits im August erklärt habe, dass er als Präsident nicht mehr länger erwünscht sei.

Zum rechten Flügel der Partei gehörten demnach jene Personen, die nach der Annahme der Zweitwohnungsinitiative verlangten, dass die CVP Unterwallis aus der CVP Schweiz austrete. Für diese Gruppe, so Rothen, habe er offenbar die Interessen des Wallis zu wenig wahrgenommen. Bei so starkem Gegenwind könne man eine Partei nicht führen.