Eltern verlangen neue Untersuchung des Carunglücks im Wallis

Zwei Jahre nach dem Carunglück in Siders im Wallis verlangen die Eltern der verunglückten belgischen Kinder weitere Untersuchungen. Jetzt kommt ein zweites Mobiltelefon des Carchauffeurs ins Spiel.

Helikopter, Ambulanzen, Ampelanlagen vor dem Tunnel. Von Swiss Press Photo 2013 preisgekröntes Bild von Laurent Gillieron.

Bildlegende: Rettungskräfte beim Tunneleingang in Siders nach dem Unfall mit dem belgischen Reisecar. Keystone / Laurent Gillieron

Zum Carunglück in Siders im Wallis vor zwei Jahren soll es eine weitere Untersuchung geben. Das verlangen die Eltern der belgischen Kinder, die damals ums Leben gekommen sind. Er habe entsprechende Anträge erhalten, bestätigte der Walliser Oberstaatsanwalt Olivier Elsig auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Nach Angaben des Anwalts der Eltern ist im Untersuchungsbericht von einem zweiten Mobiltelefon die Rede, das der Chauffeur beim Unfall auf sich getragen haben soll. «Wir wollen, dass diese Spur weiterverfolgt wird», sagte Anwalt Dirk Vanden Boer laut einem belgischen Medienbericht.

Er werde die Anträge prüfen, sagte Elsig. Letzten Dezember hatte er bereits einen Antrag der Familien der Opfer bewilligt und den Laptop und ein Mobiltelefon des Chauffeurs ausgewertet. Die Untersuchung habe jedoch keine weitere Klärung der Unfallursache gebracht.

Beim Carunglück in Siders im März 2012 sind 22 Kinder und sechs Erwachsene ums Leben gekommen.