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Bern Freiburg Wallis «Emotionales ist auch in der technischen Welt gefragt»

Die Gewerblich-industrielle Berufsschule Bern Gibb hat seit kurzem eine neue Direktorin: Sonja Morgenegg. Sie hat vom Bildungszentrum Pflege an die Gibb gewechselt - und fühlt sich in der männlich geprägten Welt nach einem halben Jahr bereits sehr zuhause.

Legende: Audio Gespräch mit Sonntagsgast Sonja Morgenegg (2.2.2014) abspielen. Laufzeit 17:37 Minuten.
17:37 min

Sonja Morgenegg-Marti sah als Abteilungsleiterin des Bildungszentrums Pflege in dieser Institution keine weiteren Aufstiegschancen. Sie wollte sich aber nach Abschluss eines Masterstudiums weiterentwickeln. Als die Stelle als Direktorin der Gewerblich-industriellen Berufsschule Bern ausgeschrieben war, bewarb sie sich. Seit einem halben Jahr ist sie jetzt Gibb-Direktorin: «Ich habe grosse Freude an der Schule und an meiner Aufgabe», sagt sie als Sonntagsgast des Regionaljournals.

Klar sei ein grosser Kontrast zwischen dem weiblich dominierten Bildungszentrum Pflege und der männlich dominierten Gibb - ausser einer Frau sind beispielsweise alle Abteilungsleiter Männer, und sie sind auch deutlich älter als die 46-jährige Sonja Morgenegg. Dennoch sei sie nicht etwa aus der Berufsbildung in der Pflege geflüchtet: «Das Rationale ist auch in der Pflege absolut gefragt und das Emotionale auch in der technischen Welt.»

Sonja Morgenegg steht dazu, dass sie durchaus ehrgeizig ist («ich habe einen gesunden Ehrgeiz»), will aber mit ihrem Führungsteam eine gute Balance finden: «Es gilt, ihr Expertenwissen zu respektieren und nicht einfach den eigenen Willen durchzusetzen.»

Eine gute Balance finden ist auch ein wichtiges Stichwort für ihre Familienorganisation: «Wir führen den Haushalt im Team», erklärt die Mutter von drei Töchtern nicht ohne Stolz, «alle bügeln ihre Sachen selber.» Das habe die Familie topp organisiert. So bleibe ihr und ihrem Mann durchaus Zeit, um zu joggen, zu tanzen und gut essen zu gehen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Guda Hess, Bern
    Leider habe ich den Namen des Journalisten zum GIBB - Bericht nicht gehört. Ich habe mich nur einmal gefragt welches Frauenbild der Mann hat. Ich habe mich für mein Radio echt "fremdgeschämt". Traurig, auf solche veralteten Rollenbilder zurückzugreifen. Die neue Direkrorin ließ sich zum Glück nicht auf das Niveau des Journalisten herab. Wo liegen wohl die Verletzungen des Befragers? Hoffe auf weitere und geschlechter neutrale Berichterstattungen. Guda
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