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Bern Freiburg Wallis Energiespar-Preise des Bundes gehen nach Bern und ins Wallis

Das neue Rechenzentrum der Swisscom in Bern-Wankdorf erhält einen der begehrten «Watt d'Or», auch wenn das Haus gleich viel Energie verbraucht wie die ganze Stadt Burgdorf. Die beiden neuen Jugendherbergen in Saanen und Saas-Fee werden ausgezeichnet.

Energieeffiziente Hotels und Jugendherbergen oder ein mit Luft und Regenwasser gekühltes Rechenzentrum, das sind zwei der fünf Preisträger des diesjährigen «Watt d'Or». Dieser wurde 2015 bereits zum neunten Mal vergeben und soll innovative Energiespar-Projekte würdigen.

Der «Watt d'Or» der Kategorie «Erneuerbare Energien» ging an das Rechenzentrum der Swisscom in Bern-Wankdorf. Gekühlt werden dessen Computer mit Luft und mit Regenwasser. Kältemaschinen und Kältemittel gibt es nicht. Die Abwärme der Rechner wird danach im Wärmeverbund Bern zum Heizen benachbarter Wohnhäuser und Schwimmbäder genutzt.

Damit hat der Neubau einen Wirkungsgrad von 84 Prozent. Das heisst: nur noch 16 Prozent der beanspruchten Energie ist verloren, was in der Fachwelt weltweit für Aufsehen sorgt. Der Vergleich dazu: Eine altehrwürdige Glühbirne macht aus 5 Prozent des Stroms Licht, 95 Prozent verpuffen nutzlos als Wärme.

5 aus 65 – Jury wählt Siegerprojekte

Unter den ausgezeichneten Projekten finden sich auch die Jugendherberge «WellnessHostel4000» mit dem Bad «Aqua Allalin» in Saas-Fee (VS) und die Jugendherberge Gstaad-Saanen im Berner Oberland. Sie gewannen den «Watt d'Or» in der Kategorie Gebäude und Raum. Laut Jury verbinden sie höchste Energieeffizienz, Komfort und Design mit bezahlbaren Preisen.

Für die Auszeichnung waren insgesamt 65 Bewerbungen eingegangen. Die Endrunde hatten 25 Projekte erreicht. Aus diesen wählte eine fünfköpfige Jury die Siegerprojekte.

1 Kommentar

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  • Kommentar von M. Roe, Gwatt
    Warum es immer solch hässlichen "Bunker" mit keinerlei "Ästethik-Zeichen" sein müssen, geht für meinen "Schönheitssinn" und "made in Switzerland" nie auf.Wie kann in der Schweiz ein Styl mit minimalem Ausdruck auch noch ausgezeichnet werden. Der Ausdruck hat ja nichts mit Energieeffizienz zu tun, das kann auch in einem schönen und traditionellen Bau erreicht werden. Vielleicht liegt es daran, dass sich vor allem schlechte einheimische Architekten in ihren Träumen den GanzGrossen nahe fühlen.
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