Entwickungsraum Thun stösst neue Regionalkonferenz-Abstimmung an

Der Entwicklungsraum Thun (ERT) mit seinen 43 Gemeinden will eine neue Abstimmung über eine neue Regionalkonferenz. Die ERT-Geschäftsleitung hat ein entsprechendes Gesuch bei der Berner Regierung eingereicht. Mit der bisherigen Struktur als Planungsregion stosse man überall an Grenzen.

Sicht auf den Thunersee vom Stockhorn aus

Bildlegende: Neuer Anlauf rund um den Thunersee für eine neue Regionalkonferenz Keystone

Die 43 Gemeinden des Entwicklungsraumes Thun.

Bildlegende: Der mögliche Perimeter einer neuen Regionalkonferenz: Die 43 Gemeinden des Entwicklungsraumes Thun. zvg ERT

Am Dienstagabend bestätigte die Geschäftsleitung des Entwicklungsraumes Thun ERT, dass sie bei der Berner Regierung das Gesuch einreicht für eine neue Abstimmung. Die Regierung soll prüfen, ob eine neue Regionalkonferenz im Verwaltungskreis Thun oder im Einzugsgebiet des ERT möglich sei.

Dem ERT gehören 43 Gemeinden aus dem Kreis Thun, dem Niedersimmental und dem Frutigland an.

Als Planungsregion kommt man nicht mehr vom Fleck

Eine Rückfrage bei den Gemeinderäten des ERT hatte zuvor ergeben, dass eine grosse Mehrheit für eine Regionalkonferenz und für diesen Perimeter ist. Nun liegt der Ball beim Kanton - fünf Jahre, nachdem eine viel grössere Regionalkonferenz Thun - Oberland-West an der Urne gescheitert war.

«Es gibt viele Gründe und Erwartungen», bestätigt ERT-Präsident Thomas Zwahlen. «Als Planungsregion machen wir zwar die gleiche Arbeit wie eine Regionalkonferenz, werden finanziell aber mit einigen zehntausend Franken weniger entschädigt. Geld, das wir lieber in Projekte stecken würden.»

Dazu wollen die Gemeinden einen neuen Gemeindeverband für die kantonalen Kulturgelder vermeiden. «Vorab kleine Gemeinden sagen: Nicht noch eine Organisation und ein Gefäss mehr», sagt Thomas Zwahlen.

Eine Gemeindeabstimmung ist 2016 möglich. Die Regierung will einen allfälligen Urnengang im Gebiet Thun-Oberland mit den Regionalkonferenz-Abstimmungen im Seeland koordinieren.