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Erfolgreicher Archäologe «Ich liebe Abenteuer»

Legende: Audio Gino Caspari über Abenteuer und Forschungslust abspielen. Laufzeit 7:07 Minuten.
7:07 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 17.01.2018.

Gino Caspari aus Steffisburg hat schon an vielen Orten Ausgrabungen begleitet: Am Moossee bei Bern, in Frankreich, Syrien oder in der Türkei. Dank seiner Erforschung von Fürstengräbern in Südsibirien erhielt er über Fachkreise hinaus viel Aufmerksamkeit. Im Interview gibt er zu, ein Abenteurer zu sein.

SRF News: Sie arbeiten an abgelegenen Orten, verhandeln mit Grabräubern und leben in der Wildnis. Wie wichtig ist ihnen das Abenteuer?

Gino Caspari: Ich schätze es, dass meine Arbeit zum Teil sehr aufregend ist. Abenteuer kann man aber nicht nur in fernen Ländern erleben. Ein Tauchgang im Bielersee ist genauso spannend. Dass ich viel in fremden Ländern wie China bin, hat mit der Arbeitssituation zu tun.

Ich bin dort, wo es Arbeit für einen Archäologen gibt – also vor allem im Ausland.

Ich arbeite dort, wo es aktuelle Forschungsprojekte gibt. Das ist nun mal vor allem im Ausland. Zudem spreche ich Chinesisch und habe dadurch einen guten Zugang zu den Menschen dort.

Wie gefährlich ist Ihre Arbeit?

Es kommt darauf an. Wir arbeiten teilweise schon unter schwierigen Bedingungen. Bei kleinen Ausgrabungen sind die Verhältnisse schwieriger als bei grossen Projekten, die teilweise schon seit Jahrzehnten laufen. Gerade die Erforschung eines Grabhügels in Südsibirien war sehr aufregend.

Ihre Arbeit und Ihr Leben erinnern ein bisschen an den Filmhelden Indiana Jones, welcher als Archäologe unterwegs war...

Dieser Vergleich kommt immer wieder. Dadurch können sich die Leute vorstellen, was ich mache. Aber die Realität hat wenig mit den Filmen von Indiana Jones zu tun – auch wenn es manchmal sehr abenteuerlich ist.

Das Gespräch führte Thomas Pressmann.

Gino Caspari

Gino Caspari ist in Steffisburg (BE) aufgewachsen. Er studierte und arbeitete an verschiedenen Universitäten und Orten, darunter Bern, Hamburg, New York, Taiwan und Sidney. Seine Forschung wird unter anderem vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.

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