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Essen und Beziehungen Dafür streiken die Häftlinge auf dem Thorberg

Seit Freitag streiken Häftlinge in der Strafanstalt Thorberg. Sie fordern ein Beziehungszimmer und besseres Essen.

Legende: Video Thorberg-Häftlinge streiken abspielen. Laufzeit 4:12 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 20.11.2017.

Mehrere Dutzend Häftlinge verweigerten die Arbeit, berichtete am Montag die Zeitung «Blick». Thorberg-Direktor Thomas Egger bestätigt dies auf Anfrage. Etwa 50 der rund 180 Inhaftierten seien nicht zur Arbeit erschienen. Gefangene sind gemäss Strafgesetzbuch zur Arbeit verpflichtet. Trotz Streik seien aber die Versorgung und die Logisitik in der Strafanstalt Thorberg nicht gefährdet.

Wir nehmen die Forderungen ernst.
Autor: Thomas EggerThorberg-Direktor

Die Häftlinge haben bei der Gefängnisleitung einen schriftlichen Forderungskatalog eingereicht. Unter anderem fordern sie:

  • bessere Mahlzeiten und grössere Essensportionen
  • eine Lohnerhöhung
  • Verbesserungen im Sozialdienst
  • ein Beziehungszimmer für intime Kontakte.

«Bis Ende Woche werden wir gegenüber den Streikenden eine erste Stellungnahme abgeben», sagt Thorberg-Direktor Thomas Egger. Ob sich konkret etwas ändern werde, könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen: «Es gibt zum Beispiel keinen gesetzlichen Anspruch auf ein solches Beziehungszimmer.»

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Vladimir solov'ev (Vladimir Solov'ev)
    Erfolgreiche resozialiesierung verhindert neue opfer in Zukunft und spart somit Geld. Deshalb soll eine Strafe nicht nur Abschreckung sein sondern auch eine Investition. Eine Straftat ist tragisch, immer wiederkehrende Straftaten sind tragischer.
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  • Kommentar von Walter Mathys (wmathy)
    Mein Vorschlag: Da es sich um ca. 80% ausländische Häftlinge handelt, sollte unsere Politik dafür sorgen, dass diese ihre Haftzeit in ihren Heimatländer absitzen müssen. CH bez. zu Tarif des Heimatlandes. Fazit: da können wir Steuerzahler unseren CH-Häftlinge ein Begegnungszimmer einrichten und die Küche braucht nur noch CH-Kost zu kochen. Zu aller Letzt: Man kann sich in unseren Landessprachen unterhalten.
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  • Kommentar von Ruedi Hammer (Ruedi Hammer)
    Bei allem berechtigten Ärger: was "verdient" denn eigentlich der offensichtlich unfähige Herr Direktor ? Bei 650 Franken pro Tag und mehr pro Zelle dürfte doch wirklich eine korrekte Verpflegung zu erwarten sein. Das was der kann, das könnten nun tatsächlich auch noch einige andere !
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