Zum Inhalt springen

Bern Freiburg Wallis Fall Kneubühl: Der Bieler bleibt in der geschlossenen Psychiatrie

Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Bieler Rentners Peter Hans Kneubühl abgelehnt, der sich im September 2010 mit Waffengewalt gegen die Zwangsversteigerung seines Hauses gewehrt hatte. Die stationäre therapeutische Massnahme wird weitergeführt.

Peter Hans Kneubühl verlässt das Gerichtsgebäude.
Legende: Der Bieler Rentner Peter Hans Kneubühl beim Verlassen des Regionalgerichts Biel. Keystone

Der heute 71-jährige Kneubühl forderte, dass eine unabhängige Instanz den Fall beurteilen solle und aufgrund der Ergebnisse ein neues Urteil gefällt werde. Das Bundesgericht wies die entsprechende Beschwerde nun aber ab. Das Obergericht des Kantons Bern habe den Sachverhalt korrekt gewürdigt, befand es.

Die vom Obergericht angeordnete amtliche Verteidigung wird vom Bundesgericht ebenfalls nicht beanstandet. Ein Beschuldigter muss bei freiheitsentziehenden Massnahmen zwingend verteidigt sein. Wenn die beschuldigte Person selber keine Verteidigung bestimmt, wird ihr eine amtliche Verteidigung beigegeben, wie dies beim Rentner der Fall war.

Nicht schuldfähig

Kneubühl hielt die Stadt Biel im September 2010 tagelang in Atem. Sein Elternhaus sollte damals öffentlich versteigert werden. Am Tag der Besichtigung verschanzte sich der Mann in seinem Haus. Einen Polizisten verletzte er durch einen Schuss schwer.

Das Obergericht Bern stellte im November 2013 fest, dass der Rentner mit seinem Verhalten die Straftatbestände der versuchten vorsätzlichen Tötung und der Gefährdung des Lebens erfüllte. Er wurde bei diesen Taten aber als nicht schuldfähig erklärt. Das Gericht ordnete eine stationäre therapeutische Massnahme an.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Versuchte vorsätzliche Tötung, eine Art der Interprtetation, für mich eher spektakulärer Beleg einer planlosen, unausgereiften, dilletantisch geplanten und in absurdest möglicher Art und Weise durchgeführte Aktion einer ganzen Kompanie des damit völlig überforderten Zürcher Rambo-Teams. Von Professionalität keine Spur, wie würde ich wohl reagieren, wenn ich plötzlich mit einem Haufen verkleideter Wahnsinnige konfrontiert würde? Entspricht genau der Art, die wir doch alle längst schon kennen.....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen