Falsche Betonbezeichung ist Ursache für Bärenpark-Sanierung

Aufgrund einer falschen Betonbezeichnung sei nicht das richtige Material verbaut worden, sagt der Berner Stadtbaumeister. Nun muss die brüchige Betonmauer saniert werden. Geplant sind die Arbeiten für nächstes Jahr. Die Bären sollen dabei im Park bleiben.

Blick auf den Bärenpark.

Bildlegende: Die obere Mauer muss abgeschliffen und mit einem frostfesten Beton versehen werden. Keystone

Die Schäden an der seitlichen Mauer können ohne grossen Aufwand im Sommer im Zusammenhang mit dem Bau des geplanten Lifts behoben werden.

Im folgenden Jahr wird die obere Mauer saniert, indem rund 25 Zentimeter der Krone abgetragen und mit einer frostbeständigen Betonmischung wieder aufgebaut werden. Gemäss dem Stadtbaumeister Thomas Pfluger hat der Stadtberner Gemeinderat entschieden, die Bären während der Bauarbeiten im Bärenpark zu belassen.

Schäden schon länger bekannt

Die Mauerschäden sind seit einiger Zeit bekannt. Ein Gutachten kam zum Schluss, dass es sich um einen Baumangel handelt. Die Stadt und die Baufirmen einigten sich daraufhin in einem Vergleich. Auf die Stadt entfielen dabei rund 250'00 Franken. Dies entspricht laut Pfluger rund 25 bis 30 Prozent der gesamten Kosten.

Der Grund für die Schäden ist der verwendete Beton. Dieser ist nicht frostbeständig. «Es handelt sich wahrscheinlich um einen Buchstabenfehler in der Betonbezeichung bei der Planung», erklärte Pfluger gegenüber Radio SRF.

Eine schwierige Geschichte

Der Berner Bärenpark am Aarehang wurde 2009 eröffnet und erfreut sich grosser Beliebtheit bei Touristen. Weit weniger erfreulich ist die Baugeschichte der Anlage. Nur Tage vor der glanzvollen Eröffnung offenbarte sich ein finanzielles Desaster: Statt der budgetierten 14,5 Millionen Franken kostete die Anlage über 20 Millionen Franken.