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Bern Freiburg Wallis FC Thun-Präsident kämpft an allen Fronten um die Existenz

Der Oberländer Superligist braucht dringend Geld und neue Leute im Verwaltungsrat. Aber mit den Stadionbesitzern ist ein offener Machtkampf im Gang. Einer der Investoren will nur helfen, wenn der FC Thun-Präsident demissioniert. Der Club und sein einsamer Chef sind von allen Seiten in Bedrängnis.

Am Freitag einigten sich die Stadt Thun und der FC Thun über die Modalitäten für die nächsten Heimspiele. Einschränkungen gibt's nur beim Spiel gegen YB am 1. März.

Markus Lüthi, Präsident des FC Thun
Legende: Von allen Seiten bedrängt und unter Druck: FC Thun-Präsident Markus Lüthi Keystone

Das war aber auch der einzige Lichtblick. Denn gleichentags gab der Club bekannt, dass Verwaltungsrat Andreas Bernhard per sofort zurückgetreten sei. Er war im VR der Mann der Finanzen.

Nun ist Präsident Markus Lüthi noch der einzige Verwaltungsrat. «Nicht vorteilhaft», schreibt der FC Thun und will auf die Suche nach neuen, einflussreichen Leuten.

Rechtzeitig Geld ist das Problem

Bis Anfang März muss der Berner Oberländer Club die Unterlagen für die Lizenz der kommenden Saison bei der Liga einreichen. Auch den Nachweis ausreichender Finanzen. Und das geht nur, wenn die Stadiongenossenschaft beim Mietzins der Stockhorn-Arena zurückgeht. Von 1,3 Millionen pro Jahr auf 600'000 Franken.

Aber die Stadiongenossenschaft gehört den Investoren. Und zumindest mit einem davon ist ein offener Krieg im Gang.

Er macht finanzielle Hilfe von der Demission des Präsidenten abhängig - der vorläufig eigentlich noch im Amt bleiben möchte. Markus Lüthi ist alleine auf weiter Flur, eingekesselt in einer ausweglosen Situation.

Von der Stadt Thun ist wohl keine Hilfe zu erwarten. Sie hält sich sehr bedeckt, ob sie allenfalls eine Bürgschaft übernehmen würde. Und am Beitrag von 100'000 Franken, den der FC an die Sicherheitskosten leistet, kann man nur schrauben, wenn die Sicherheitskosten gesamthaft zurückgehen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe, Gwatt
    Angefangen hat es mit einem Top-Resultat des FC-Thun in der Superlig. Hier hatte der Club 2 Mio. Franken verdient. Dann kam der Grössenwahn über einige Akteure (Fussball+Immobilien) des heutigen Stadions+des danebenliegenden halb-leeren Einkaufszentrum. Obwohl jedem vernünftigen Bürger klar war, dass die Top-Resultate eher Zufall waren, musste man unbedingt ein riesiges Stadion haben. Das Stadion in Bern hätte aber genügt, doch man wollte sein eigenes Stadion. Das Debakel war voraussehbar.
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    1. Antwort von Adrian Flükiger, Bern
      @Roe: Immer alles nach Bern - nein, das geht wirklich nicht. Denn, dann würden Thun auch noch einige dieser doofen Fanmärsche erspart bleiben. Richtig liegen sie beim völlig überrissen gebauten Einkaufscenter. Dass der halb leer ist, soll ruhig der Schaden der Investoren bleiben. Dass der Presidente des FCT ein Thema ist, hat er wohl sich selbst zu verdanken - so wie er bisweilen rüberkommt. Er täte wohl vielen - auch sich selbst - einen Gefallen, wenn er das Feld rechtzeitig räumt!
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