FDP und CVP rütteln im Wallis an den verkaufsfreien Sonntagen

In Zukunft sollen die Geschäfte im Wallis an bis zu vier Sonntagen im Jahr Kunden empfangen können. So will es das Kantonsparlament. Dieses hat am Dienstag eine Motion der FDP und der CVP für flexiblere Ladenöffnungzeiten angenommen.

Waren auf einem Kassenband.

Bildlegende: An bis zu vier Sonntagen pro Jahr sollen im Wallis künftig Waren über das Kassenband laufen. Keystone

Das kantonale Gesetz sieht vor, dass der Gemeinderat pro Jahr höchstens eine Ausnahmebewilligung für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen erteilen kann. Diese Ausnahmebewilligung muss im Zusammenhang mit einem besonderen Ereignis, wie zum Beispiel einem Volksfest oder einer sportlichen Veranstaltung stehen.

Die Motion der CVP und der FDP verlangt, dass Gemeinderäte Bewilligungen für bis zu vier Sonn- oder Feiertage pro Jahr erteilen können. Dadurch könnten die Dörfer wieder stärker belebt werden, sagte Philipp Matthias Bregy von der CVPO. SP, Grüne und Linke argumentierten mit religiösen und sozialen Argumenten.

Staatsrat Jean-Michel Cina sprach sich für Annahme der Motion aus, weil dies die Wettbewerbsfähigkeit des Kantons fördere.

Gewerkschaften haben Referendum angekündigt

FDP, CVP und die SVP Oberwallis stimmten für die Motion, welche mit 80 zu 41 Stimmen angenommen wurde. Der Staatsrat muss jetzt die nötigen Schritte für eine Gesetzesänderung einleiten. Die Gewerkschaften haben bereits heute ein Referendum angekündigt.