Felssturz zerstört Wohnhaus im Galterntal

Ein Wohnhaus im Tal zwischen Freiburg und Tafers ist komplett zerstört worden. Verletzt wurde niemand, weil das Haus leer war. Der Felssturz hatte sich abgezeichnet.

«Zum Glück haben die Behörden letzte Woche ein Wohnverbot für dieses Haus erlassen», sagt Angelo Lauper, Bauverwalter der Gemeinde Tafers. Es hatte sich seit längerem abgezeichnet, dass der sogenannte Rotary-Fels im Galterntal abbrechen könnte. In der Nacht vom Sonntag auf Montag ist das nun passiert.

«  Man sieht nicht einmal mehr, dass da ein Haus war. »

Angelo Lauper
Bauverwalter Tafers

Der Felssturz hat das Wohnhaus darunter komplett zerstört, sagt Angelo Lauper. Man sehe nicht einmal mehr, dass da ein Haus war. «Wo ein Haus war, ist jetzt eine Schuttwüste.» Der Fels habe zudem den Bach gestaut.

Dass der Fels bald abbrechen könnte, habe sich im Lauf des Sonntags noch stärker gezeigt. «Die Zuständigen des Kantons haben der betroffenen Familie darum am Abend gesagt, dass sie keinesfalls mehr etwas aus dem Haus holen gehen dürfe.»

Im Nachhinein gesehen habe man alles richtig gemacht, sagt Angelo Lauper von der Bauverwaltung Tafers. Auch der Wanderweg durch das Galterntal ist vor ein paar Wochen gesperrt worden.

Das Tal zwischen dem Sensler Hauptort Tafers und der Freiburger Unterstadt ist immer wieder von Felsstürzen und Erdrutschen betroffen. Das Freiburger Stadtparlament hatte darum vor zwei Jahren Massnahmen für mehr Sicherheit beschlossen.