Finanzausgleich: Wohl weniger Geld für die Region

Der Nationalrat will den Finanzausgleich unter den Kantonen kürzen. Die neun reichen Geberkantone und der Bund wollen ab 2016 330 Millionen weniger in den NFA-Topf einzahlen. Bern bekäme rund 90 Millionen weniger, Wallis 30 Millionen und Freiburg 20 Millionen. Noch muss der Ständerat einlenken.

Ein Stapel Schweizer Münzen

Bildlegende: Wenn der Ständerat einlenkt, wird der interkantonale Finanzausgleich neu verteilt. Keystone

Die neun reichen Geberkantone wehrten sich schon lange gegen die immer höheren Zahlungen in den Topf des helvetischen Finanz- und Lastenausgleichs NFA. Die 17 Kantone, die davon profitieren, konnten bis jetzt eine Reform verhindern. Aber nun schlägt sich der Nationalrat auf die Seite der Einzahler, im Gegensatz zum Ständerat.

Die Folgen für Bern, Freiburg, Wallis

Wenn die Kleine Kammer einlenkt, bekommt Bern rund 90 Millionen weniger. Dies steht in Relation zu den 1,25 Milliarden, die der grosse Kanton Bern 2015 aus dem NFA bekommt.

Der Kanton Wallis müsste von seinen 564 Millionen etwa 30 Millionen abzwacken, Freiburg mit 421 Millionen würde um rund 20 Millionen gekürzt.

Der Nationalrat ist allerdings der Meinung, diese Kürzungen seien vertretbar - weil es den weniger finanzkräftigen Kantonen unterdessen besser geht und das Solidaritätsziel damit erreicht sei.