Flaue Sonntagsverkäufe wegen des warmen Wetters

Die Sonntagsverkäufe sind dieses Jahr für viele Detailhändler harzig verlaufen. Schuld daran, waren das warme und sonnige Wetter sowie der starke Schweizer Franken.

Ein frequentierter Platz in Bern.

Bildlegende: Viele Passanten am Sonntag in der Stadt Bern – aber lange nicht alle in Kauflaune. Keystone

«Das Wetter hat uns nicht geholfen», sagte Andrea Bauer von der Migros-Genossenschaft Aare. Durch die fast schon frühlingshaften Temperaturen sei nur beschränkt Weihnachtsstimmung aufgekommen. Das habe etwas auf die Kaufstimmung gedrückt. «Vor allem Wintersportartikel gingen weniger gut weg als in anderen Jahren.»

Zudem liege der diesjährige Sonntag vier Tage vor Weihnachten und daher zu früh, um schon Lebensmittel einzukaufen. «Damit haben wir aber gerechnet», sagte Bauer. Gut weggekommen sind dagegen Weihnachtsbäume und Dekoration.

«Umsatz auf Vorjahresniveau»

Zufrieden mit dem Verlauf des bisherigen Weihnachtsgeschäfts ist das Berner Detailhandelsunternehmen Loeb. Beim zweiten Sonntagsverkauf hatte es mehr Kundschaft in den Läden als beim ersten.

Die Frequenz sei wie erwartet hoch gewesen, sagte eine Sprecherin. Insgesamt werde ein Umsatz etwa auf Vorjahresniveau erwartet. Angesichts des schwierigen Marktumfeldes sei dies ein erfreuliches Resultat.

Thun: Wetter als Vorteil

In Thun waren Geschäfte und Gastronomen gemäss einer Mitteilung der Innenstadt-genossenschaft zufrieden mit dem Sonntagsverkauf: «Perfektes Wetter, beste Stimmung und viele Besucher», so das Kurzfazit in einer Mitteilung.

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