Frankenstärke bremst Tourismus – Asiaten springen in die Bresche

Die Hotelübernachtungen in der Schweiz sind 2015 um 0,8 Prozent zurückgegangen. Auch die Tourismusregionen in den Kantonen Bern Freiburg und Wallis mussten bluten – mit Ausnahme des Berner Oberlandes.

Asiaten machen Fotos von Bergen.

Bildlegende: Deutlich mehr Asiaten bestaunten 2015 Eiger, Mönch und Jungfrau. Keystone

Vor allem dank Gästen aus Asien konnte das Berner Oberland bei den Logiernächten 2015 sogar ein leichtes Plus verbuchen – als einzige Region in den Kantonen Bern, Freiburg und Wallis.

Logiernächte 2015:

  • Berner Oberland: 3'722'045 (+1,0 Prozent)
  • Bern Region: 1'036'596 (–1,4 Prozent)
  • Freiburg: 451'868 (–3,8 Prozent)
  • Wallis: 3'738'426 (–3,8 Prozent)

Die Zahl der Übernachtungen von asiatischen Gästen nahm in allen Regionen zu. Am stärksten in der Region Freiburg (+63,3 Prozent), jedoch auf tiefem Niveau, weshalb die Asiaten die fehlenden Gäste aus Europa nicht kompensieren konnten.

Gleiches gilt für das Wallis (+8,1 Prozent) und die Region Bern (+10,1 Prozent), zu welcher neben der Stadt auch das Mittelland, das Emmental und der Oberaargau gehören. Nur im Berner Oberland (+21,5 Prozent) konnten die Asiaten die fehlenden Europäer wettmachen.

Immerhin gefiel es den Gästen im Wallis offenbar besonders gut: Sie blieben im Schnitt 2,4 Tage lang. Nur die Region Graubünden hatte 2015 eine noch längere Aufenthaltsdauer. Schlusslicht in dieser Statistik ist die Region Freiburg.