Französisch-Matura im Kanton Bern wird nicht vorverlegt

Das Fach Französisch wird an den Gymnasien nicht ein Jahr früher abgeschlossen. Ein entsprechender Vorschlag hatte vor allem in der Westschweiz für Kritik gesorgt.

Leere Pulte auf denen Zettel und Schreibgeräte liegen.

Bildlegende: Die Schüler des Gymnasiums schliessen das Fach Französisch nun doch nicht früher ab. Colourbox

Das bernische Kantonsparlament will bei den Gymnasien 5,5 Millionen Franken sparen. Deshalb schlug die Erziehungsdirektion von Regierungsrat Bernhard Pulver unter anderem vor, das Fach Französisch ein Jahr früher als bisher abzuschliessen. In der Westschweiz kam dieser Vorschlag schlecht an. Es wurde befürchtet, die Berner Gymnasiasten erhielten nur noch eine Schnellbleiche in Französisch.

Der Druck zeigt Wirkung, die Erziehungsdirektion krebst zurück. Die Maturaprüfung für Französisch und für die dritte Sprache, meist Englisch, wird nun weiterhin am Ende der Gymnasialzeit stattfinden, wie es in einer Mitteilung heisst. Allerdings wird das Angebot in Französisch und Englisch um je eine halbe Lektion pro Woche reduziert.

Der Kanton Bern hat in den letzten Monaten die Lektionentafel für die deutschsprachigen Gymnasien einer Überarbeitung unterzogen. Dies, um die Sparvorgaben des Kantonsparlaments zu erfüllen. Die neue Lektionentafel tritt auf Anfang August 2017 in Kraft.