Frauengefängnis bleibt doch in Hindelbank

Das Frauengefängnis wird nun doch nicht in Witzwil im Berner Seeland neu gebaut. Das Areal sei ein Schutzgebiet von nationalem Interesse.

Eingangstor des Gefängnisses Hindelbank

Bildlegende: Nun wird doch in Hindelbank saniert, statt in Witzwil neu gebaut. Keystone

Die Berner Regierung wollte in Witzwil ein neues Vollzugszentrum für Frauen bauen, als Ersatz des Frauengefängnisses in Hindelbank. Dieses ist stark sanierungsbedürftig.

Nun hätten «vertiefte Abklärungen und die Diskussionen in einer Begleitgruppe» gezeigt, dass sich der Standort Witzwil nicht eigne. Es handle sich um ein Schutzgebiet von nationalem Interesse, das in verschiedenen Bundesinventaren - zum Beispiel für Zugvögel und Amphibien - enthalten sei. Zudem sei das Gelände von grosser landwirtschaftlicher Bedeutung.

Der Regierungsrat hat deshalb beschlossen, entgegen früherer Pläne den heutigen Standort Hindelbank weiter zu entwickeln. Die 50 Jahre alten Gebäude in Hindelbank müssen kurz- und mittelfristig saniert oder ersetzt werden.

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