Zum Inhalt springen

Header

Video
Bundesplatz quillt über
Aus News-Clip vom 14.06.2019.
abspielen
Inhalt

Frauenstreik in Bern Ein voller Bundesplatz und viele Aktionen

Tausende von Frauen folgten dem Aufruf zum Frauenstreik. Es wurde demonstriert und Strassenschilder umbenannt.

Der Frauenstreik sorgte in Bern für einen Grossaufmarsch: Tausende kamen und strömten durch die Innenstadt. Ihr Ziel: Der Bundesplatz.

Hier mischten sich schon am Freitagvormittag Politikerinnen unter die Frauen. Sie wurden von der Menge lautstark begrüsst. Mit Pfannendeckeln, Hörnern, Trillerpfeifen, Rasseln und Rätschen verschafften sich die geschätzten rund vier- bis fünftausend Frauen Gehör.

Strasse mit Menschen
Legende: Die Kette der Detailhandelsangestellten in der Marktgasse. Michael Sahli/SRF

«Frauen verändern die Gesellschaft - jetzt» prangte auf einem grossen Plakat, über der auf dem Bundesplatz für den Abend aufgebauten Bühne. Um den Mittag waren schon mehrere tausend Leute anwesend, auch am Nachmittag strömten immer mehr Personen auf den Platz.

Am Nachmittag sprachen die Organisatoren von rund 17'000 Personen, welche sich auf und neben dem Bundesplatz versammelten. Später war gar von über 30'000 die Rede, welche durch die Stadt strömten. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Aus Fenstern des Bundeshauses wurden am Freitagvormittag vorübergehend violette Tücher geschwenkt. Dass die Parlamentarierinnen nur eine kurze Zeit an der Kundgebung auf dem Bundesplatz teilnahmen begründeten sie damit, dass sie die Männer im Bundeshaus nicht einfach abstimmen lassen wollten, wie Grünen-Präsidentin Regula Rytz sagte.

Zwischenfall in der Berner Altstadt

Während eines Kinderwagen-Umzugs im Rahmen des Frauenstreiktages wurde in der Berner Altstadt eine Demo-Teilnehmerin mit Fäkalien beworfen, wie sie gegenüber SRF News erzählte. Sie sei am Kopf getroffen worden.

Wer den Kot warf, habe sie nicht gesehen. Die Kantonspolizei Bern bestätigt auf Anfrage, dass bei ihr eine entsprechende Anzeige gegen Unbekannt eingereicht worden ist.

Mehrere dutzend Detailhandelsangestellte bildeten am Vormittag eine Streikkette. Etwa zehn Minuten legten sie die Arbeit nieder und gingen vor die Geschäfte, wie etwa in der Marktgasse in der Berner Innenstadt. Es beteiligten sich vor allem Frauen, aber auch einige Männer.

Strassenschild
Legende: Verschiedene Strassen wurden in Bern umbenannt – auch die Gerechtigkeitsgasse beim Rathaus. zvg/Koordinationsgruppe Frauenstreik Bern

In der Innenstadt wurden am Freitagmorgen Strassenschilder umbenannt. Statt nach Männern, waren sie kurzzeitig nach Frauen benannt – in violetter Frauenstreik-Farbe. Die Kochergasse beim Bundeshaus hiess beispielsweise «Ida-Hof-Gasse», benannt nach der Frauenrechtlerin aus Bern. Die Gerechtigkeitsgasse wurde kurzerhand in «Frauen*streikgasse» umbenannt.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?