Freiburg investiert stark in die Bahninfrastruktur

Der Grosse Rat hat am Donnerstag 53 Millionen Franken gesprochen. Die Hälfte erhält die SBB, die andere Hälfte teilen sich vier Privatbahnen.

Flirt-Zugkombination in Freiburg.

Bildlegende: Der öffentliche Verkehr in Freiburg erhält mehr Geld. zvg

Der Grossrat stimmte der Summe einstimmig zu. In keinem anderen Kanton besitzen so viele Leute ein Auto und so wenige ein Abonnement für den öffentlichen Verkehr wie in Freiburg, betonte CVP Grossrätin Susanne Aebischer: «Wir fördern mit dem Ausbau den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel.» Von Rückstand auf die Deutschschweiz war im Grossrat die Rede. Die Investitionen brächten eine höhere Kadenz und mehr Sicherheit.

Tod an unbewachtem Bahnübergang

Überschattet hat die Debatte der kürzliche Unfall in Nerivue. Ein achtjähriger Junge verlor bei einem unbewachten Bahnübergang sein Leben.

Der Bahnübergang galt beim Bundesamt für Verkehr als sicher, sagte Staatsrat Maurice Ropraz. Die Freiburger Verkehrsbetriebe würden jedoch eine Zusatzstudie machen: «Um zu sehen, ob der Bahnübergang abgeschafft oder unterirdisch gemacht werden muss».