Freiburg soll ein starkes Zentrum bekommen

Der Freiburger Staatsrat will die Fusion der Stadt Freiburg mit den umliegenden Gemeinden vorantreiben. Aus diesem Grund soll das Gesetz über die Förderung von Gemeindefusionen abgeändert werden. Die Regierung reagiert damit auf einen Vorstoss, den das Kantonsparlament angenommen hat.

Übersichtskarte mit den Gmeinden rund um Freiburg.

Bildlegende: So soll das starke Freiburger Zentrum einmal aussehen. admin.ch/srf

Der Gesetzesentwurf sieht folgendes vor: Wenn zwei Gemeinden in Grossfreiburg eine Fusion wünschen, dann müssen alle Gemeinden in Grossfreiburg in diesem Prozess mitmachen. Das heisst, sie müssten an einer Fusionsvereinbarung mitarbeiten und diese ihren Bürgerinnen und Bürger zur Abstimmung vorlegen.

Betroffen wären vor allem nebst der Stadt Freiburg die Gemeinden Marly, Villars-sur-Glâne, Granges-Paccots und Givisiez, welche direkt an die Stadt angrenzen. Die Freiburger Kantonsregierung wünscht sich schon lange eine Fusion von Grossfreiburg. Die kleine Stadt Freiburg mit ihren gut 35'000 Einwohner bildet nämlich nicht wirklich ein starkes Gegengewicht zu den beiden grössere Städten Bern und Lausanne.

Der Steuern wegen uninteressant

Grossfreiburg war bisher aber bloss Wunschdenken. Insbesondere der Steuern wegen war das Interesse an einer Fusion der Gemeinden rund um Freiburg mit der Stadt nicht besonders gross. Der Steuersatz in den Agglomerationsgemeinden liegt zum Teil tiefer. Mit dem neuen Gesetz soll nun allen Widerständen zum Trotz die Fusion vorangetrieben werden.