Freiburg will zweisprachige Klassen auf freiwilliger Basis

Vor 15 Jahren hat das Freiburger Stimmvolk zweisprachigen Unterricht in der obligatorischen Schule abgelehnt. Nun führt der Kanton die Zweisprachigkeit durch die Hintertür doch ein. Aber nur, wenn Lehrer und Gemeindebehörden einverstanden sind.

Porträt von Andreas Maag

Bildlegende: Andreas Maag ist zuständig für die deutschsprachigen Schulen im Kanton Freiburg. Patrick Mülhauser/SRF

Freiburg tut sich schwer mit seiner Zweisprachigkeit. Zweisprachiger Unterricht ist bisher während der obligatorischen Schulzeit nur vereinzelt möglich. Es gibt einige Pilotprojekte auf der Oberstufe. Auf freiwilliger Basis. «In Murten wird Turnen und Hauswirtschaft in gemischten Klassen deutsch und französisch unterrichtet», sagt Andreas Maag, Amtsvorsteher der deutschsprachigen obligatorischen Schulen im Kanton Freiburg.

Auch künftig will der Kanton nicht mit der Brechstange vorgehen. Es soll den Schulen überlassen werden, ob sie Unterrichtssequenzen in der Partnersprache durchführen wollen. Für zweisprachige Klassen bräuchte es auch das Einverständnis der Gemeindebehörden. Zweisprachiger Unterricht dürfte vor allem dort eingeführt werden, wo auf der Strasse Deutsch und Französisch gesprochen wird. «In der Stadt Freiburg machen Eltern Druck für zweisprachige Klassen», bestätigt Andreas Maag.

Das entsprechende Reglement zum neuen Schulgesetz geht nun in Vernehmlassung.