Freiburg wird dichter - weil die Stadt nicht grösser werden kann

Die Stadt Freiburg wird in den kommenden Jahren bevölkerungsmässig um einen Drittel zunehmen. Bauland hat die Stadt praktisch keines mehr. Sie muss deshalb bestehende Quartiere verdichten.

Der Blick vom Cardinal-Turm auf das Freiburger Perolles-Quartier.

Bildlegende: Der Blick vom Cardinal-Turm auf das Freiburger Perolles-Quartier. SRF

Die Stadt Freiburg ist von der Bevölkerungszahl her 20 Jahre lang praktisch still gestanden. Nun erwacht sie aus dem Dornröschenschlaf.

Laut Bundesamt für Statistik nimmt die Bevölkerung bis 2030 um 11‘000 Einwohner zu. Auch 10‘000 neue Arbeitsplätze soll es geben. Die Stadt Freiburg hat aber praktisch kein Bauland mehr.

«Wir müssen auf den Industriebrachen und in den Quartieren verdichtet bauen», sagt Gemeinderat Jean Bourgknecht. Das sehe der revidierte Ortsplan vor.

Fusion als Lösung

Die Stadt Freiburg ist mit einer Fläche von 9 Quadratkilometern sehr klein. Sie kann sich nicht mehr ausdehnen, um das Bevölkerungswachstum zu bewältigen. «Eine Fusion mit den umliegenden Gemeinden würde helfen», sagt Jean Bourgknecht. Doch alle Fusionsbestrebungen sind bisher gescheitert. Vorerst muss die Stadt Freiburg alleine planen. Das Stadtparlament hat für die letzte Etappe des revidierten Ortsplans grünes Licht gegeben und einen Kredit von 380‘000 Franken gut geheissen.