Freiburger Eltern kritisieren neue Krippen-Weisungen

Eine Petition von Eltern und Berufsverbänden verlangt, dass der Kanton die «Weisungen zu den Strukturen der vorschulischen Betreuung» zurückzieht und mit den Betroffenen neu diskutiert.

Kinder spielen auf einer Bank.

Bildlegende: Sie sollen besser betreut werden, fordert die Petition: Kinder in einer Tagesstätte. Keystone (Symbolbild)

4619 Personen haben die Petition unterschrieben, die den Titel «für eine qualitativ hochstehende frühkindliche Betreuung und Erziehung» trägt. Das teilt die Freiburger Staatskanzlei mit.

Die Petition wird von mehreren Berufsverbänden getragen, etwa dem Freiburger Krippenverband, der Vereinigung des Personals frühkindlicher Betreuung oder dem Netzwerk der Kinder- und Jugendorganisationen.

Zu wenig ausgebildetes Personal

Die Petition kritisiert, dass die Weisungen zu wenig Wert auf ausgebildetes Personal legen würden. Zum Beispiel sei zu wenig Personal vorgesehen – und es würden umgekehrt Lernende bereits zum Personal mitgezählt, obwohl sie noch in Ausbildung sind. Darunter leide die Qualität der Kinderbetreuung.

Mit der Petition wollte man vor allem den Eltern eine Stimme geben, sagt Annette Wicht, Generalsekretärin des Freiburger Krippenverbandes. Diese seien von der Vernehmlassung ausgeschlossen. «Sie haben aber als erste ein Interesse an guter Betreuung und sie zahlen auch am meisten dafür.»

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