Groupe E Freiburger Energieversorger mit Rekordumsatz

Groupe E wächst weiter und hat im vergangenen Jahr auch deutlich mehr Gewinn erzielt. Trotz der «erfreulichen Resultate» spricht der Stromproduzent mit Sitz im Kanton Freiburg von einem «weiterhin äusserst anspruchsvollen Umfeld».

Aussenansicht eines Glas-Beton-Baus der Groupe E.

Bildlegende: Hauptsitz der Groupe E in Granges-Paccot. Patrick Mülhauser/SRF

  • Der Umsatz erreichte 2016 mit 704 Millionen Franken einen Rekord. 2015 belief sich der Umsatz auf 656 Millionen.
  • Der konsolidierte Nettogewinn stieg von 37 Millionen im Vorjahr auf 112 Millionen. 2015 war die Groupe E besonders von den Wertberichtigungen beim Energieunternehmen Alpiq betroffen, an der sie Anteile hält.
  • Gewachsen ist Groupe E etwa im Bereich Dienstleistungen und bei im Bereich Wärmeproduktion (Gas, Fernwärme).

Während die Erträge aus dem Stromverkauf auf stabilem Niveau verharrten, wurde dank diversifiziertem Angebot ein «aussergewöhnliches Wachstum» erzielt.

Dienstleistungen wie Ingenieur-Leistungen oder das Geschäft mit Elektro-Installationen trugen zum guten Ergebnis bei, sagt Finanzchef Willy Zeller von der Groupe E. Auch in den Bereichen Gas-Energie und Fernwärme ist Groupe E gewachsen.

Schwierige Zukunft

Mit Blick in die Zukunft heisst es, dass unsichere Rahmenbedingungen sowie anhaltend niedrige Marktpreise die Energiebranche weiterhin stark unter Druck setzten. Als Reaktion darauf wolle Groupe E eine immer breitere Palette an Energiedienstleistungen anbieten und die Kosten «wirkungsvoll» kontrollieren.

Anders als BKW

Auch die BKW setzt auf den Bereich Dienstleistungen, weil mit der Stromproduktion weniger zu verdienen ist. Sie wird dafür aber kritisiert. Warum die Groupe E nicht? «Wir wachsen aus eigener Kraft und nicht mit Zukäufen, wie es die BKW tut», sagt Finanzchef Willy Zeller. Die BKW gehört mehrheitlich dem Kanton Bern, Groupe E dem Kanton Freiburg.