Freiburger Ferienhäuser am Neuenburgersee müssen weichen

Die eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission kommt in einer Stellungnahme an den Kanton Freiburg zum Schluss: Die illegalen Bauten am Südufer des Neuenburgersees müssen weg.

Ein Gutachten sagt: Wege und Ferienhäuser auf Freiburger Boden sind illegal.

Bildlegende: Mit der Idylle ist es vorbei: die Chalets am Südufer des Neuenburgersees müssen weg. Keystone

Die Kantonsregierung selbst hatte diese Entscheidung vorangetrieben. Dies nach einem jahrelangen Streit mit den Chaletbesitzern. Die eidgenössische Kommission kommt zum Schluss: Die Grande Cariçaie  am Südufer des Neuenburger Sees ist ein Naturschutzgebiet mit nationaler Bedeutung. Ferienhäuser und Strassen entsprächen nicht dem Gesetz. Diese illegalen Bauten müssten weg und das Gebiet wieder renaturiert werden. 

Der Freiburger Regierung bleibt wohl nichts anderes übrig, als dieser Empfehlung Folge zu leisten. Das würde bedeuten, dass mindestens 120 der 170 Ferienhäuser, die sich am Neuenburgersee auf Kantonsboden befinden, abgerissen werden müssen.  

Um die Ferienhäuser am Neuenburgersee tobt seit Jahrzehnten ein Streit zwischen den Besitzern und Umweltverbänden. Letztere kämpfen seit über 20 Jahren gegen den Fortbestand der Ferienhäuser, nachdem
die Zone Ende der 1960er-Jahre unter Schutz gestellt wurde.