Freiburger Firma setzt bei der Videoüberwachung neue Massstäbe

«Morphean» ist jung und innovativ. Das Freiburger Start-up-Unternehmen hat ein Video Überwachungssystem entwickelt, das Verbrechen erkennt, bevor sie passieren. Das Potential weltweit ist gross. Namhafte Investoren sind bei den Freiburgern eingestiegen.

Die Freiburger Firma Morphean hat ein Überwachungssystem entwickelt, das Verbrechen voraussehen soll. Videokameras senden Informationen an einen Computer. Der entscheidet, ob die Situation normal ist oder nicht und schickt wenn nötig einen Alarm und Bilder an die Sicherheitsleute oder den Geschäftsbesitzer. «Zum Beispiel, wenn nachts jemand eine Bijouterie betritt», sagt Firmengründer Rodrigue Zbinden. Die Sicherheitsleute können sehen, ob eingebrochen wird, oder ob der Abwart vorbeiläuft.

Grosses Wachstumspotential

Die Videoüberwachung kann aber noch mehr. Die Bilder halten fest wann wie viele Kunden im Geschäft sind. «Das Personal kann entsprechend eingeplant werden.» Das sei keine totale Überwachung, sagt Rodrigue Zbinden. «Die Daten sind verschlüsselt und nur Befugten zugänglich.» Morphean beschäftigt 18 Leute, wächst sehr schnell und ist in ganz Europa tätig. Securitas und Swisscom sind als Investoren eingestiegen. Alexander Schlaepfer, Investmentdirektor bei Swisscom ventures ist überzeugt: «Die Firma hat weltweit grosses Potential.»

Vorbildliches Unternehmen

Morphean gewann 2012 den Innovationspreis des Kantons Freiburg. Wirtschaftsförderer Jean-Luc Mossier: «Das Unternehmen ist sehr innovativ.» Das sei ein gutes Vorbild für andere Jungunternehmer. Die Hochschulen und die Universität fördere die Schaffung von solchen Start-ups, ist der Wirtschaftsförderer überzeugt. «Freiburg muss dieses Potential nutzen.» Dass namhafte Investoren bei Morphean eingestiegen sind, sei ermutigend.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03/17:30 Uhr)