Freiburger Gefängnis entlässt Häftling zu früh

Die Freiburger Justiz- und Sicherheitsdirektion spricht von einem schweren Irrtum.

Das Gefängnis von aussen.

Bildlegende: Die Strafanstalt Bellechasse in Sugiez (FR). Keystone

Ein Häftling ist aus dem Gefängnis Bellechasse zu Unrecht freigelassen worden, nachdem er zwei Drittel seiner Strafe abgesessen hatte. Ein Sprecher der Freiburger Polizei bestätigte am Mittwoch eine Meldung des Onlineportals der Gratiszeitung «20 minutes».

Der irrtümlich Entlassene muss wegen Raubes viereinhalb Jahre absitzen. Am 2. Juni erhielt er aus nicht geklärten Gründen einen Entlassungsschein. Einige Tage später wurde er im Kanton Genf wieder festgenommen und ins Gefängnis Bellechasse zurückgebracht.

«Das ist ein gravierender Fehler, dass der Häftling entlassen wurde, obwohl er nicht hätte entlassen werden dürfen», sagt die Generalsekretärin der Freiburger Justiz- und Sicherheitsdirektion, Claudine Godat gegenüber Radio SRF.

Eine Administrativ-Untersuchung solle nun aufzeigen, was genau passiert sei. Erst dann könne man die nötigen Schlussfolgerungen ziehen und Massnahmen treffen, «damit so etwas nicht mehr passieren kann.»