Freiburger Gymnasiasten sind sattelfest beim Medienkonsum

Seit Anfang Schuljahr erhalten 300 Schülerinnen und Schüler an den Freiburger Gymnasien täglich die «Freiburger Nachrichten». Die Tageszeitung dient auch als Ausgangspunkt für Facharbeiten.

Der Bundesrat mit 300 Schülerinnen und Schülern.

Bildlegende: Bundesrat Alain Berset mit den Freiburger Gymnasiasten im Bundeshaus. Patrick Mülhauser/SRF

Alle Projektteilnehmer besuchten am Dienstag Bundesrat Alain Berset im Bundeshaus. Dieser betonte die Wichtigkeit der Medienkompetenz für die direkte Demokratie: «Das ist sehr wichtig, um an der politischen Debatte teilzunehmen.» Die Freiburger Erziehungsdirektion unterstützt das Projekt. Natürlich will die Zeitung auch neue Leserinnen und Leser gewinnen. «Das ist selbstverständlich eines unsere Ziele», sagt Chefredaktor Christoph Nussbaumer.

Ein Mann und eine Frau.

Bildlegende: Anastasia Savlieva und Sascha Meier haben nicht nur Zeitung gelesen, sondern auch Artikel publiziert. Patrick Mülhauser/SRF

Das Projekt trägt erste Früchte, wie das Beispiel von Gymnasiast Sascha Meier zeigt. Er konnte einen Artikel über Benzin- und Elektroautos publizieren. Zuvor habe er die «Freiburger Nachrichten» kaum gelesen, nun öfters: «Mehrmals die Woche und einmal am Wochenende.» Seine Klassenkameradin Anastasia Savlieva zieht Pendlerzeitungen vor. «Die Artikel sind kürzer und die Inhalte interessieren mich mehr.»

Sabrina Stöckli, Fachlehrerin für Wirtschaft und Recht, findet das Projekt gut. Die Schülerinnen und Schüler seien motiviert. Die Lehrerin setzt die Zeitung regelmässig ein. «Die Schüler sammeln Artikel zum Thema Wirtschaft und vertiefen einige Artikel.»

Eine Lehrerin.

Bildlegende: Sabrina Stöckli nutzt die Tageszeitung in ihrem Unterricht. Patrick Mülhauser/SRF

Auch eine längere Facharbeit müssen die Schüler Ende Jahr abgeben. «Als Quelle dient die Zeitung und das Internet.» Weniger intensiv habe sie mit den Schülern Zeitungsartikel geschrieben. Hier sieht sie Verbesserungspotential. «Die Lehrer sollten sich dafür besser vernetzen.»