Freiburger Jugendliche wollen mitreden

Freiburg hat von allen Kantonen die jüngste Bevölkerung – der Durchschnittsfreiburger ist keine 40 Jahre alt, Tendenz sinkend. Eine Podiumsdiskussion der SRG Freiburg ging der Frage nach, ob die Freiburger Jugend auch genug mitreden darf.

vier Jugendliche diskutieren mit dem Gesprächsleiter.

Bildlegende: Freiburger Jugendliche reden mit an der Podiumsdiskussion der SRG Freiburg - geführt von Patrick Mülhauser (rechts). SRF/Matthias Haymoz

Für die beiden Schüler, David Stocker und Sandro Freiburghaus, ist klar: Sie würden gerne mehr mitreden. «Wenn zum Beispiel eine Turnhalle gebaut wird, sollte man auch die Jugendlichen fragen. Denn sie benutzen die Halle am meisten», sagt Stocker. Und Freiburghaus ergänzt: «An einer Gemeindeversammlung könnten Jugendliche gute Beiträge einbringen.»

Es gehe ja nicht darum, Jugendlichen die volle Verantwortung aufzubürden, sagt die Jugendbeauftragte des Kantons Freiburg, Lisa Wyss. «In einem ersten Schritt sollen sich Jugendliche zum Beispiel mit einem Teil eines Projektes auseinandersetzen können.»

Jugendliche ernst nehmen

Die jungen Leute seien es jedoch häufig nicht gewohnt, sich einbringen zu können, gab André Perler zu bedenken, der Präsident des Vereins Jugend und Politik Sense. «Die Erwachsenen müssen deshalb aktiv auf die Jugendlichen zugehen und ihnen sagen, dass ihre Meinung gefragt ist.»

Und vor allem müsse man die Meinungen der Jugendlichen auch ernst nehmen, forderte Lisa Wyss. «Es bringt nichts, den Jugendlichen zu sagen, dass sie mitreden dürfen, nur um dann doch über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden.»