Freiburger Kantonsparlament setzt Zeichen im Sprachenstreit

Mehrere Deutschschweizer Kantone wollen das Frühfranzösisch aus der Primarschule verbannen. Der Freiburger Grossrat macht sich Sorgen um den nationalen Zusammenhalt und hat deshalb eine Resolution verabschiedet.

Kinder in Schulzimmer.

Bildlegende: Primarschulen in der ganzen Schweiz sollen Frühfranzösisch anbieten, findet der Freiburger Grosse Rat. SRF

Die Resolution verlangt, dass sich der Staatsrat bei Bundesrat und Kantone stark macht für das Erlernen einer zweiten Landesprache auf Primarschulstufe. «Das ist der Kitt für unser Land», sagt Andrea Burgener Woeffrey, SP Grossrätin und Verfasserin der Resolution.

Auch die bürgerlichen Parteien stimmten zu. FDP Grossrat Markus Ith sagte in der Debatte: «Freiburg als zweisprachiger Kanton muss die Vorteile der Zweisprachigkeit aufzeigen». Und SVP Grossrat Emanuel Waeber ergänzte: «Als Minderheit in Freiburg sind Französischkenntnisse wichtig.» Die Resolution wurde ohne Gegenstimme angenommen - 87 Grossrätinnen und Grossräte nahmen sie an.