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Bern Freiburg Wallis Freiburger Lehrkräfte wehren sich gegen grössere Klassen

Die Erziehungsdirektion will die Anzahl Schüler, die für die Eröffnung einer neuen Klasse nötig sind, flexibler halten. Sie will damit 2 Millionen Franken sparen, das sind 16 Vollzeitstellen.

Heute braucht es im Kanton Freiburg in einem Schulkreis mit sieben Klassen 150 Schüler, um eine achte Klasse eröffnen zu können. Künftig will die Erziehungsdirektion diese Zahl flexibel halten. Markus Probst, Schulleiter in Flamatt, fürchtet, dass der Staat damit vor allem sparen will. «Uns wird die Eröffnung einer Klasse erschwert», ist der Schulleiter überzeugt. Bestehende Klassen würden aufgestockt. Heute sei das Unterrichten bereits anspruchsvoll genug. «Wir müssen Migrationskinder und Kinder mit einer Behinderung integrieren.» Zudem würden Schülerinnen und Schüler individueller betreut als früher. «Mit grossen Klassen ist das schwierig.»

Jacqueline Häfliger, Präsidentin des deutschfreiburgischen Lehrerverbands, will verhindern, dass die vorgesehenen Massnahmen nicht im Schulreglement festgeschrieben werden. «Das ist Augenwischerei.» Es gehe dem Staat nicht um pädagogische Überlegungen. Er wolle sparen.

Automatismus ausweichen

Heute müsse er ab 150 Schülern eine achte Klasse eröffnen, sagt Staatsrat und Erziehungsdirektor Jean-Pierre Siggen. «Ob das Sinn macht oder nicht, wird nicht beurteilt.» Gerade in ländlichen Regionen mit wenig Migrationskindern könne eine Klasse grösser sein. Ob eine Klasse eröffnet wird oder nicht, soll künftig eine Kommission entscheiden. «Wir sind für die betroffenen Gemeinden, Lehrer und Eltern transparent.» Doch Siggen gibt auch zu. «Ja es ist eine Sparmassnahme.»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis; 17.30Uhr)

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