Kampf gegen Terror Freiburger Polizei übt den Ernstfall

Ein Terroranschlag verlangt von Polizisten spezielle Fähigkeiten. Die Freiburger Polizei geht deshalb bei der Ausbildung neue Wege. Jeder einzelne Polizist muss künftig fähig sein, alleine einen oder mehrere Terroristen auszuschalten.

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So übt die Freiburger Kantonspolizei (27.3.2017)

0:17 min, vom 27.3.2017

Abwarten, Lage checken und im Ernstfall auf Verstärkung warten: Das hat ein Freiburger Polizist bisher in seiner Ausbildung gelernt. Für einen Terroranschlag ist solch ein Verhalten untauglich. Ein Terrorist wolle ja möglichst viele Leute töten, sagt Florian Walser, Chef der Freiburger Kriminalpolizei.

«  Der Polizist muss den Terroristen möglichst rasch ausschalten. »

Florian Walser
Chef Freiburger Kriminalpolizei

«Der Polizist muss den Terroristen möglichst rasch ausschalten.» Im Ernstfall sollte ein Polizist alleine eingreifen können. «Das ist ein ganz neuer Ansatz bei der Ausbildung», sagte er an einer Medienkonferenz anlässlich der neusten Kriminalstatistik.

Opfer liegen lassen

Bei einem Terroranschlag rücken die Polizisten bis zu den Tätern vor. Die möglichen Opfer lassen sie liegen. «Die verletzten Personen haben zweite Priorität», erklärt Florian Walser. Zuerst müsse der Angreifer ausgeschaltet werden. Es gehe darum, weitere Opfer zu verhindern. Dass solche Situationen in Freiburg eher unwahrscheinlich sind, weiss auch Florian Walser. «Wir wollen aber auf solche Fälle vorbereitet sein.»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03 Uhr/17:30 Uhr)

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