Freiburger Regierung will das Medizinstudium ausbauen

Bisher können Medizinstudierende in Freiburg nur die ersten drei Jahre bis zum Bachelortitel absolvieren. Dann setzen sie ihre Ausbildung mit einem Masterstudium an einer anderen Universität fort. Das soll sich nun ändern.

Die Freiburger Kantonsregierung möchte, dass Medizinstudenten künftig an der Uni Freiburg auch einen Masterabschluss machen können, nicht nur den Bachelor. Und zwar soll der volle Studiengang auf die Hausarztmedizin ausgerichtet sein. Das Masterstudium soll in Zusammenarbeit mit dem Spitalnetz «freiburger spital» aufgebaut werden.

Damit liesse sich das Pflegeangebot im Kanton verbessern, schreibt die Freiburger Kantonsregierung. Zudem könnten sich die Universität Freiburg und das «freiburger spital» national besser positionieren.

Symbolbild Arzt mit Medikament

Bildlegende: Freiburg will künftig Hausärzte ausbilden. Keystone

Die Kantonsregierung geht von jährlichen Mehrkosten von 6,5 Millionen Franken aus. Die Finanzierung des Masterstudiengangs werde «gründlich abgeklärt», heisst es in der Mitteilung. Unter anderem solle das Freiburger Projekt für das Sonderprogramm angemeldet werden, mit dem der Bund im Zeitraum 2017 bis 2020 den Ausbau der Studienplätze in Medizin unterstützen will.

Zudem will Freiburg mit den benachbarten medizinischen Fakultäten Kontakt aufnehmen, um Partnerschaften aufzubauen.

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