Freiburger Schulgesetz bevorzugt Gemeinden

Neues Gesetz für die Freiburger Schulen: Im Kantonsparlament gaben Schulgrösse und Finanzen gaben zu reden. Die Interessen der Gemeinden setzten sich durch.

Kinderkleider in einem Schulhausgang

Bildlegende: Trotz neuem Schulgesetz: Die Schule bleibt in vielen Gemeinden im Dorf. Symbolbild/Keystone

Ein wichtiger Punkt war unbestritten: Die Freiburger Primarschulen erhalten alle einen Schulleiter. Bisher war die Schulleitung erst im deutschsprachigen Kantonsteil bekannt.

Die Einführung der Schulleitung hat Konsequenzen auf die Schulgrösse. Neu braucht es acht Schulklassen für einen Schulkreis. Der Staatsrat wollte zehn. Doch die Grossräte waren dagegen. Sie befürchtete, dass viele Dorfschulen ihre Autonomie verlieren. Das Gesetz will die Aufgaben zwischen Kanton und Gemeinden entflechten. Für beide sollten dadurch keine Mehrkosten entstehen. Doch die Kantonsregierung hat ausgerechnet, dass sie 20 Millionen Franken zu viel zahlen müsste.

Die Kantonsregierung wollte das Loch mit zusätzlichen Steuereinnahmen von den Gemeinden stopfen. Der Grossrat hat diese Idee verworfen. Der neue Erziehungsdirektor Jean-Pierre Siggen zeigte sich entsprechend enttäuscht. Immerhin: Nach zähem Ringen und nach mehreren Sessionen ist das neue Schulgesetz unter Dach und Fach.