Freiburger Staatsrat will nur noch 35 Gemeinden

Die Kantonsregierung unterstützt die Fusionspläne der Oberamtmänner. Diese sehen vor, die Anzahl der Gemeinden von heute 164 auf 35 zu senken

Karte des Kantons Freiburg.

Bildlegende: Freiburg: Künftig nur noch 35 Gemeinden? Wikimedia/Tschubby

Die Oberamtmänner hätten gute Arbeit geleistet. Diese Ansicht vertritt Staatsrätin Marie Garnier am Mittwoch vor der Medien. Die Perimeter für die Fusionen seien realisierbar.

In den kommenden Wochen gehen die Oberamtmänner auf Werbetour in den Gemeinden. Davon erhofft sich Garnier einiges: «Ich hoffe, die Oberamtmänner können der Bevölkerung klarmachen, dass sich eine grössere Gemeinde mehr Investitionen leisten kann».

Wer bis im Juni 2015 ein Fusionsprojekt einreicht, erhält dafür Unterstützungsbeiträge des Kantons, proportional zur Bevölkerung der neuen Gemeinde. Der Kanton hat dafür insgesamt 50 Millionen Franken vorgesehen.

Das Volk befragen?

Der Staatsrat erhofft sich durch die Fusionen, ein starkes Zentrum im Kanton zu erhalten. Doch gerade rund um Freiburg will keine Gemeinde mit der Kantonshauptstadt fusionieren.

Der Staatsrat behält sich deshalb das Recht vor, in dieser Angelegenheit das Volk zu befragen: «Wenn wir merken, dass sich bis in zwei Jahren nichts bewegt hat, werden wir im Grossraum Freiburg eine Konsultativ-abstimmung dürchführen», sagt Staatsrätin Marie Garnier.