Freiburger Wirtschafts-Förderung: Erfolg in schwierigem Umfeld

Im letzten Jahr wurden 32 Erweiterungen und Neugründungen von Firmen realisiert. In den kommenden Jahren sollen so 730 Arbeitsstellen geschaffen werden. Insgesamt investieren die Firmen im Kanton Freiburg 250 Millionen Franken.

Ein grosses Industrie-Areal aus der Ferne.

Bildlegende: Auch auf dem ehemaligen Ilford-Areal in Marly wurden 2014 zahlreiche neue Stellen geschaffen. Matthias Haymoz/SRF

Das gute Ergebnis verdankt die Freiburger Wirtschaftsförderung vor allem den einheimischen Unternehmen. Diese allein schaffen in den kommenden Jahren 620 der 730 Arbeitsplätze.

«Wir sind froh, dass diese Firmen ihre Erweiterungsprojekte hier realisieren», sagt Reto Julmy, Vizedirektor der Freiburger Wirtschaftsförderung. Einige hätten auch mit dem Wegzug ins Ausland geliebäugelt. Die Maschinenhersteller Liebherr in Bulle und Bumotec in Vuadens, verfolgen die grössten Erweiterungsprojekte.

Ausländische Firmen zögern

Die Schweiz muss auf Druck des Auslands seine Steuervorteile für ausländische Unternehmen fallen lassen. «Ausländische Investoren sind verunsichert», sagt Reto Julmy.

Ebenso verunsichern würden die Folgen der Einwanderungsinitiative, welche das Schweizer Stimmvolk vor einem Jahr angenommen hat. «Können wir in der Schweiz überhaupt noch ausländisches Personal anstellen», würden ihn ausländische Firmenverantwortliche fragen, sagt der Freiburger Wirtschaftsförderer.

Das neue Raumplanungsgesetz hat ebenfalls Folgen. Neues Industrieland einzonen sei zurzeit praktisch unmöglich, sagt Reto Julmy. Letztes Jahr wollte die Freiburger Wirtschaftsförderung ein grosses ausländisches Unternehmen im Sensebezirk ansiedeln, «aber wir haben schlicht kein Land gefunden.» Trotz schwierigem Umfeld konnte Freiburg auch letztes Jahr 15 ausländische Firmen ansiedeln.