Freiraum als Gesellschaftskritik

Bis zum 25. September verwandeln Kulturschaffende im Auftrag der Stadt Bern den Unort Schützenmatt in einen «urbanen Freiraum». Nebst Bars und Bühnen steht der Ort, der normalerweise ein Parkplatz ist, jedermann für Projekte, Produktionen oder Performances zur Verfügung.

Der Künstler Jürg Lüdi steht auf dem autofreien Parkplatz Schützenmatte.

Bildlegende: Die Schützenmatte vom Unort zum Ort der Begegnung umbauen. Mit diesem Auftrag betraut ist der Künstler Jürg Lüdi. Michael Sahli/SRF

Man wolle die Drogendealer nicht verdrängen und sich andererseits die kreative Energie der Reitschule zu Nutze machen, sagt Projektleiter Jürg Lüdi. Doch mit dem Neustadt-Lab auf der Berner Schützenmatte rücken das umstrittene Kulturzentrum und der Drogendeal auf dem Platz davor gar für ein paar Wochen in den Hintergrund.

Ziel ist es, mit der temporären Verbannung der Autos auf der Schützenmatte einen Ort zu schaffen, wo sich die verschiedenen Nutzer des Platzes konfliktfrei begegnen können.

Bars und Bühnen machen den Parkplatz bis am 25. September zu einem Platz für Begegnungen. Viel Freifläche soll anregen zu Projekten, Produktionen und Performances. «Wir Leben in einer Gesellschaft die übersättigt ist mit allerlei Reizen», sagt Projektleiter Jürg Lüdi. Da tue es gut, wenn man Raum schaffe, wo man diese Einflüsse reduziere - und gar Leerraum schaffe.

(Regionaldiagonal, 12:03 Uhr)