Freysinger stellt umstrittenen Berater ein

Slobodan Despot wird externer Mitarbeiter von Oskar Freysinger. Die mögliche Anstellung des Autors hatte im Vorfeld für einigen Wirbel gesorgt.

Oskar Freysinger lächelt in die Kamera.

Bildlegende: Oskar Freysinger hat sich durchgesetzt: Slobodan Despot wird Berater. Keystone

Oskar Freysinger hatte Anfang August die Absicht geäussert, seinen «engen Freund» Slobodan Despot anzustellen. Dies sorgte für Irritationen bei Walliser Politikern. Insbesondere, weil der Sohn serbokroatischer Einwanderer, der im Wallis lebt und mit einer SVP-Politikerin verheiratet ist, mit umstrittenen Aussagen auf sich aufmerksam machte.

So bezeichnete er unter anderem das Eingreifen der Nato-Streitkräfte im jugoslawischen Bürgerkrieg als «Eroberungskrieg».

Ausserdem geht Despot laut Informationen des «Tages-Anzeiger» davon aus, dass das Massaker von Srebrenica kein Genozid war. Der internationale Gerichtshof hat das Ereignis in einem Urteil klar als Völkermord bezeichnet.

Der Walliser SVP-Staatsrat hat Slobodan Despot nun zum externen Kommunikationsberater ernannt. Er beginnt seine Aufgabe am 1. September, wie die Walliser Staatskanzlei am Montagabend mitteilte. Das Mandat ist jährlich erneuerbar.